Willensnation Schweiz

Ist die Willensnation Schweiz noch ein einig Vaterland ?

Wie denken Sie darüber?

Mir jedenfalls “stinkt” es in diesem Land ganz gewaltig. Ich erlebe und erfahre Kapitalismus in Reinkultur mit den übelsten Auswüchsen. Die bürgerliche Mehrheit hat es soweit kommen lassen, dass Moral und Anstand im Zeitalter von Sharholder Value und Gewinnmaximierung und -Optimierung keinen Platz mehr haben. Auch eine Vielzahl an Bürger wurden von dieser Kapitalismus-Krankheit, genannt Geldgier, angesteckt. Deutlich zu erkennen ist diese Krankheit an:

  • Kleingeist
  • Egoismus
  • Intoleranz
  • und Réduit-Mentalität

Der Sage nach ist die Eidgenossenschaft vom Volk herauf entstanden. Immer mehr Kantone haben sich sodann dem Staatenbund angeschlossen der im Bundesstaat gipfelte.

Und heute? Heute ist der Bürger wieder Knecht der Wirtschaft. Und die Politik? Sie hat keine Zähne mehr und legt der Wirtschaft den roten Teppich aus. Bisweilen wird gar die These vertreten, in der Politik müsse der wirtschaftliche Unternehmergeist Einzug halten. Durch die Wahl entsprechender Unternehmer in die Volksvertretungen wird diese These manifestiert.
Man zeige mir bitte jenes Unternehmen, das Mitarbeiter, die altershalber, gesundheitsbedingt oder aus unternehmerischen Überlegungen  ausgeschieden sind / wurden, weiterfinanziert. Das ist es nämlich, was unter anderem mit zu den hoheitlichen Aufgaben des Staates zählt. Solange Untenehmen diese Aufgabe nicht selbst übernehmen, widerspreche ich der These grundsätzlich.

Das Prinzip “von Unten nach Oben” hat sich gänzlich umgedreht. Heute diktiert die global tätige Wirtschaft

  • dem Arbeitnehmer die jeweils gerade notwendigen Anforderungen
  • und der Politik praktisch alle Politikbereiche.

Nun mag der geneigte Leser einwenden, dann soll ich doch auswandern. Zugegeben, das habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Aber: Meines Erachtens wäre dies den Kopf in den Sand gesteckt, denn immerhin bin auch ich Bürger dieses Landes. Und es ist auch nicht gesagt, dass es “woanders” besser sei.

Ich bin überzeugt, dass es eine stetig steigende Zahl mutloser, benachteiligter und entrechteter Bürger gibt und vermehrt noch geben wird.
Diesen Bürgen muss eine demokratisch legitimierte, verfassungsmässige Plattform geboten werden, Ihre Meinung Kund zu tun und so eine Stimme zu bekommen.
Wird diese Plattform nicht angeboten, dann wird sich der ‘Wutbürger’ seine Plattform suchen. Wie Tendenzen im Ausland zeigen, vertreten und propagieren diese ‘Wutbürger’-Bewegungen eher populistische und nationalistische anstelle von rechtsstaatlichen und demokratischen Werten.

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